Mikrogastronomie in Zug: Andrea und Michael Weingartner

Nach zwölf Jahren als Weinbauern im Tessiner Ort Astano kehren die beiden Zuger Andrea und Michael Weingartner in ihre Heimat zurück und eröffnen in Zug ein klitzekleines Restaurant. Bei Andrea und Michael Weingartner an der Ägeristrasse 17 in Zug sind Sie herzlich willkommen, sei es am Mittag oder am Abend.

«Während unserer Zeit im Tessin haben wir angefangen, im kleinen Rahmen für Gäste zu kochen», erzählt das Ehepaar. Über 100 Gruppen hat es bewirtet, hat ihnen von typischen Tessiner Speisen wie Wildschwein und Polenta bis hin zu internationaler Küche allerhand aufgetischt. «Hauptsache abwechslungsreich», so die Devise. Dazu gab’s jeweils eigenen Wein. Immer mehr jedoch machten sich bei Andrea Weingartner gesundheitliche Beschwerden bemerkbar. Polyarthrose und die Arbeit am Rebberg vertrugen sich schlecht. Das Paar entschied sich, zurückzukehren nach Zug. Und etwas ganz Neues aufzugleisen.

Ehemaliger Weinbauer und gelernte Softwareingenieur

In der Stadt Zug fand das Paar ein eigenwilliges Lokal, genug klein, um viel Gemütlichkeit auszustrahlen, genug gross, um zwölf Gäste zu bewirten. «Wir haben uns bewusst für eine Mikrogastronomie entschieden. So nämlich können wir alles selber machen, vom Kochen übers Servieren bis hin zum Kontaktknüpfen», erklärt der ehemalige Weinbauer und gelernte Softwareingenieur. «Auch Gruppen bis zu 20 Personen können wir bewirten. Dann brauchen wir jedoch eine zusätzliche Servicekraft.»

Das gemietete Lokal befindet sich an der vielbefahrenen Ägeristrasse, von aussen fällt es nicht sonderlich auf. Kaum hat man das Gebäude jedoch betreten, wähnt man sich in anderen Zeiten. Die Decke getäfert, der Boden hölzern, die Fenster in Richtung Strasse riesig. «Früher war das eine Käserei», erklärt Michael Weingartner. «Und das war der Laden», ergänzt seine Frau, die ehemalige Kindergärtnerin. Die gigantische alte Ladentheke existiert noch und soll – etwas abgeändert – Teil der Mikrogastronomie werden.