Richtig Saunieren: Wie Anfänger richtig schwitzen lernen

Im Winter wenn es draussen kalt ist oder schneit, ist es in der Sauna besonders schön. Das Saunieren hilft beim Entspannen und soll vor Infekten schützen. Doch wer die Sache falsch angeht, kann seinem Körper schaden. Wir haben die richtigen Tipps für Sie.

Zum Anfang für acht bis zehn Minuten in die milde Sauna.

Um positiven Effekte für die Gesundheit zu erreichen, muss man richtig saunieren. Man darf auf keinen Fall zu lange in einer Sauna bleiben und muss sich zwischen den Saunagängen genug Erholung gönnen. Daher sollte man gemäss Experten mit einer eher milderen Sauna starten – etwa einem Saunarium mit 50 bis 60 Grad. Acht bis zehn Minuten pro Saunagang sind gut.

Vermeiden Sie Anfängerfehler

Trotz fehlender Routine setzen sich Anfänger meist auf die höchste Schwitzbank und verharren dort unter zunehmenden Qualen viel länger als nötig und zuträglich. Die Folge: Die Gefahr von unerwünschten Erlebnissen bis hin zum Kreislaufkollaps steigt. Besonders Männer entwickelten manchmal einen gefährlichen Ehrgeiz. Für drei Saunagänge sollten etwa zwei Stunden eingeplant werden – schneller ist nicht gesund. Wichtig ist auch: Wer sich in einer Sauna unwohl fühlt, sollte umgehend rausgehen. Und wem es beim Aufguss in der obersten Reihe zu heiss ist, sollte sich weiter heruntersetzen. Regelmässigkeit verspricht eine wohltuende Wirkung. Ein- bis zweimal pro Woche sollte ein Saunagang genossen werden.

Nach der Sauna: Langsam kalt abduschen

Danach tut Bewegung gut, am besten an der frischen Luft. Anschliessend kann man sich langsam kalt abduschen – aber nicht zu plötzlich. Gut ist, den Duschstrahl vom rechten Fuss, Bein und Arm langsam zur linken Körperhälfte und bis zum Herzen hin zu führen. Danach sollte man 20 bis 30 Minuten ruhen. An diese Phase können bis zu zwei weitere, heissere Saunagänge inklusive Bewegung, Duschen und Ruhen angeschlossen werden.

Richtig angewandt, kann Saunabaden der Gesundheit helfen. Schon die Römer haben gemerkt, dass Wärme etwas sehr Angenehmes ist. Tatsächlich hilft allein die Wärme in der Sauna bei der Entspannung der Muskeln. Ausserdem trägt die Sauna als Ort der Ruhe psychologisch zur Entspannung bei, sagten Experten. Viele Menschen setzen auch auf die Stärkung der Abwehrkräfte. Durch den Prozess des Saunierens – also den Wechsel von kalt und warm – wird das Immunsystem aktiviert. Das stärkt die Abwehrkräfte und kann im besten Fall vor Erkältungen und anderen Infekten schützen. Ausserdem wird durch den Wechsel von kalt zu warm auch der Kreislauf stabilisiert.

Wer nicht in die Sauna gehen sollte

Wer mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hat, sollte ein paar Regeln beachten. Dazu gehört, nicht mit vollem Magen in die Sauna zu gehen, zusätzliche Kreislaufbelastungen wie Aufgüsse zu meiden. Für Saunagänger mit niedrigem Blutdruck sind die anschliessenden Kaltwasseranwendungen besonders wichtig. Nicht in die Sauna gehen sollte Menschen, die an Fieber oder erhöhter Temperatur leiden. Sonst kann die körpereigene Temperaturregelung aus dem Gleichgewicht kommen. Und wer unter schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet, sollte vor dem Saunieren einen Arzt zurate ziehen.

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